Ab sofort präsentieren wir ein weiteres Highlight in unserer Ausstellung. Aus Surinam haben wir die Restkrone eines Baumriesen importiert. Der Stamm ist immer noch 5,8 m hoch.
Surinam, bis 1975 eine holländische Kollonie, liegt unmittelbar am Äquator zwischen Venezuela und Brasilien. Surinam ist das waldreichste Land der Erde, halb so groß wie Deutschland mit so viel Einwohnern wie Bremen. 98,3 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt. Im Landesinnern liegt der riesige Brokopondo-Stausee.   Das Tal wurde 1961 geflutet, ohne vorher die zahlreichen Tropenbäume zu fällen. Der See ist dreimal so groß wie der Bodensee, aber nicht sehr tief. Unter Wasser steht ein ganzer Wald mit 14 Millionen Kubikmetern Rundholz, der jetzt gefällt wird.
Holz, das 50 Jahre unter Wasser stand, hat erstaunliche Qualitäten und ist von Natur aus gegen viele holzzerstörende Schädlinge resistent. Trocknungsrisse treten bei Stauseeholz aufgrund der Wasserlagerung weniger auf als bei frisch gefälltem Holz. Es eignet sich hervorragend für die Terrasse, insbesondere das Angelique (Basralocus) und Ipé.
Und ganz wichtig: Wer Stauseeholz fällt, muss keinen Regenwald roden. Durch das Entfernen der Bäume aus dem See verrotten die Bäume nicht im See und setzen dabei kein Methan frei. Wer sich also Stauseeholz auf die Terrasse legt schützt das Klima doppelt.
2021-06-21T09:49:24+00:00 21.6.2021|